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Polyurethan-Composites: Stabil und kosteneffizient

Polyurethan-Composites bestehen im Kern aus Papierwaben, die von einem Gemisch aus Polyurethan und verstärkenden Fasern ummantelt sind. Er eignet sich wegen seiner besonderen Steifigkeit ideal für die Produktion von Außenhautteilen mit einer Fläche von mehr als zwei Quadratmetern. Außen ist das Dach mit einer genarbten, thermogeformten und wetterfesten Folie überzogen, die Innenseite wird passend zum Interieur beflockt.

Erstmals in Serie gegangen ist ein Dachsystem aus diesem Faserverbundwerkstoff 2015 im Jeep Renegade. Dieses besteht aus zwei Dachelementen aus Polyurethan-Composite-Material, die komplett aus dem Fahrzeugrahmen entnommen und im Kofferraum verstaut werden können. Alternativ ist eine Verwendung als Dachschale, beispielsweise bei einem Cabrio mit Retractable Hardtop möglich.

Neben der Gewichtsreduzierung von über 50 Prozent im Vergleich zu Stahl sprechen die hervorragende 3-D-Formbarkeit sowie die ausgeprägten akustischen und wärmedämmenden Eigenschaften für das Material. Dank der niedrigen Werkzeugkosten eignet sich diese Leichtbautechnologie vor allem für Auftragsvolumina mit kleinen bis mittleren Stückzahlen.